Das Familien-Jahrbuch: eine Seite pro Monat, und im Sommer liegt das Geschenk fertig da
Ein ganzes Schuljahr ist weg, sobald es vorbei ist, und die dreitausend Fotos im Handy retten daran nichts. Mit einer Seite pro Monat, zwanzig Minuten am Stück, liegt am Ende ein fertiges Buch da.
Das Schuljahr fängt an, und man weiß schon, wie es endet: Im Juli erinnert sich niemand mehr an den November. Im Handy liegen dreitausend Fotos, die keiner je wieder ansieht, und von den guten Monaten bleibt ein einzelner Satz. Das Problem ist nicht das Gedächtnis der Familie, sondern dass es keinen Ort gibt, an den die Dinge kommen.
Das Jahrbuch löst das mit einer einzigen Regel: eine Seite pro Monat, immer am gleichen Tag, zum Beispiel am letzten Sonntag, und zwanzig Minuten mit Blick auf die Uhr. Zwölf Seiten später liegt ein Buch da, das keine Cloud herstellen kann. Die KI ist dabei die Assistentin, sie liefert die Fragen des Monats und drei Ideen, wie die Seite aufgeteilt wird; die Antworten und die Fotos kommen von euch, und das ist der einzige Grund, warum das Buch in zehn Jahren etwas wert sein wird.
Was auf eine Seite gehört
- Ein Foto des Monats, ausgedruckt und aufgeklebt, oder eine Zeichnung, wenn es in dem Monat kein brauchbares Foto gab.
- Drei Sätze über den Monat, einer pro Person, von Hand geschrieben und nicht korrigiert.
- Der Satz des Monats: das Komischste oder Seltsamste, das jemand zu Hause gesagt hat, mit Namen dahinter.
- Eine Messung: die Größe des Kleinen, das Lied, das den ganzen Monat lief, die Schuhgröße, irgendetwas, das sich ändert.
- Und etwas, das schwer war, und sei es eine Zeile. Ein Jahrbuch, in dem alles gut geht, sieht keinem echten Jahr ähnlich.
Der Prompt für die Fragen des Monats
Wir sind eine Familie aus [WER, MIT ALTER] und bauen ein Jahrbuch mit einer Seite pro Monat. Wir sind im [MONAT]. Diesen Monat ist das passiert: [ZWEI ODER DREI DINGE]. Gib mir fünf Fragen, die jeder in einem einzigen Satz beantworten kann, gemischt aus lustig und nachdenklich, und die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Ergänze eine Extrafrage für ein Kind von [ALTER]. Schlag zum Schluss drei einfache Arten vor, die Seite auf Papier aufzuteilen, mit Foto und Text, ohne Designprogramm.Speichert den Prompt in den Notizen: Er bleibt jeden Monat gleich, es ändern sich nur der Monat und die zwei, drei Dinge, die passiert sind. Und eine Warnung, die Streit spart: Die KI kennt eure Familie nicht und darf die Lücken nicht füllen. Wenn sich an den Oktober niemand mehr erinnert, bleibt die Seite eben kurz; eine erfundene Erinnerung altert furchtbar. Die Fotos müssen dafür auch nirgends hochgeladen werden, sie werden auf Papier geklebt.
Quellen
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Monat wirklich?
Zwanzig Minuten, wenn die Uhr mitläuft: fünf für das Foto, zehn für die Sätze, fünf fürs Kleben. Was das Projekt kippt, ist nicht die fehlende Zeit, sondern der Versuch, eine perfekte Seite zu bauen.
Und wenn wir einen Monat verpassen?
Das Blatt bekommt den Monatsnamen und bleibt leer, dann geht es weiter. Zwei Monate auf einmal nachzuholen ist genau der Punkt, an dem Familien aufgeben, und eine leere Februarseite sagt über diesen Februar ebenfalls die Wahrheit.
Kann die KI die Texte für uns schreiben?
Kann sie, aber dann taugt das Jahrbuch nichts. Die KI kennt eure Familie nicht: Sie liefert die Fragen und die Seitenaufteilung, die Antworten schreibt ihr von Hand, Rechtschreibfehler inklusive.