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Tipp Veröffentlicht am 12. September 2026 ·2 Min. Lesezeit

Eine Klassenzeitung gründen, mit KI als Redaktionshilfe

Eine Klassenzeitung passt auf ein Blatt mit Vorder- und Rückseite und erscheint einmal im Monat. Die Kinder schreiben die Nachrichten und führen die Interviews; die KI hilft bei Fragen, Überschriften und Korrektur, nie beim Artikel selbst.

Cover von Während du träumstDas Buch zu diesem BeitragWährend du träumstfür Kinder (8 bis 12)

In jeder Klasse passieren Dinge, die einen Reporter verdienen: die Schnecke, die aus dem Terrarium verschwand, der Rekord in der Mensa, die Lehrerin, die heiratet, der Pausenhof-Streit über Fußball. Die Kinder erzählen das sowieso, laut und durcheinander, nach dem Unterricht. Eine Klassenzeitung macht aus dem Durcheinander ein Handwerk: Jetzt sind sie Reporter mit selbstgebasteltem Ausweis und Stift hinterm Ohr.

Das Format, das durchhält, ist bescheiden: ein Blatt, beidseitig, einmal im Monat. Keine zwölf Seiten, die bei Ausgabe zwei sterben. Gedruckt wird in der Schule, oder das PDF geht an die Familien. Und wenn die Schule keine Fotos möchte, wird gezeichnet, was der Zeitung sowieso mehr Charakter gibt.

Die Rubriken, die immer funktionieren

  • Die Nachricht des Monats: Was ist passiert, wer war dabei, was sagt ein Zeuge? Sechs Zeilen.
  • Das Interview: mit dem Hausmeister, der Küchenchefin, der neuen Mitschülerin. Fünf Fragen, kurze Antworten.
  • Die Umfrage: eine Frage an die ganze Klasse, das Ergebnis als handgemaltes Diagramm.
  • Die Expertenecke: Jeden Monat erklärt ein Kind etwas, das es richtig gut kann, von Schach bis Popel.
  • Rätsel: ein Reim oder ein Suchsel, gebaut von der Redaktion selbst.
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Wir sind Redakteure einer Klassenzeitung und zwischen 8 und 12 Jahre alt. Wir interviewen [PERSON, zum Beispiel: die Köchin der Schule]. Schlag uns 8 neugierige Fragen vor, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen, sortiert von leicht bis mutig, und sag uns, welche du als Eisbrecher zuerst stellen würdest. Auswählen und fragen tun wir selbst.

Die Rollenverteilung mit der KI ist die versteckte Lektion des Projekts. Die KI ist Redaktionsassistentin: Sie schlägt Interviewfragen vor, liefert drei Überschriften zur Auswahl, findet die Fehler im fertigen Text und erklärt, warum es Fehler waren. Was sie nicht tut, ist Artikel schreiben, denn dann würde die Zeitung nicht mehr erzählen, was die Kinder gesehen haben, sondern was sich eine Maschine ausdenkt.

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Das ist mein Artikel für die Klassenzeitung: [TEXT EINFÜGEN]. Schreib ihn nicht um. Zeig mir die Rechtschreibfehler und die Sätze, die man nicht versteht, erklär mir jede Korrektur in einer Zeile, und schlag drei Überschriften mit höchstens acht Wörtern vor, aus denen ich auswähle.

Quellen

Häufige Fragen

Braucht es eine Erlaubnis der Schule?

Solange die Zeitung nur unter den Familien der Klasse kreist, reicht es, die Klassenleitung einzuweihen, die meistens zur Verbündeten wird. Soll sie im Flur hängen oder auf die Schulwebsite, entscheidet die Schule, und Fotos von Kindern brauchen immer die Erlaubnis ihrer Familien.

Und wenn mein Kind nicht gern schreibt?

Eine Zeitung hat Ämter für alle: Fotograf oder Zeichnerin, Interviewer, der fragt, während jemand anderes mitschreibt, Layouterin, die schneidet und klebt, offizieller Austräger. Viele Kinder kommen durch die Hintertür zum Schreiben, wenn ihre Umfrage plötzlich zwei erklärende Zeilen braucht.